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Wir bedanken uns bei den Mitwirkenden: evangelische Kirche, Jessener Musikschule, Hundesportverein Prettin, Feuerwehr Prettin, Labruner Kinder und Jugendliche (Theaterstück "Max und Moritz"), THW Wittenberg, "Wir" e.V. Jessen, Windradbetreiber WSB, Heidecker Frauen, Angelverein Prettin, Polizei Wittenberg, Freizeittreff Gräfenhainichen, AOK Sachsen-Anhalt, Baumschule Prettin, Caritasverband Prettin, Verein Mitteldeutsche Kirchenstraße, Volksbank Elsterland Jessen, Kindertagesstätte Prettin Eiscafé "Carpe Diem" Torgau, Gaststätte "Zur Erholung" Labrun


Mutproben und verzwickte Fragen

Wie ist nur dieser Knoten zustande zu bringen? Am Stellplatz des Wittenberger Ortsvereins vom Technischen Hilfswerk (THW) erweist sich das als eine knifflige Aufgabe. Die beiden Seile mit Knoten, die zur Ansicht dort hängen, sehen so einfach aus. Das Nachmachen gelingt aber erst nach mehreren Versuchen. Dennoch, Familie Schmidt aus Labrun hat die Aufgabe schließlich erfüllt und kann die nächste Station ansteuern. Zuvor war auch das Auf- und Abseilen am Übungsturm gemeistert worden und so hatte die Familie einen kleinen Einblick bekommen, welche Elemente das THW an diesem Einsatz-Gerüst-System trainieren kann, um im Notfall Menschen retten zu können, wie Zugführer Marko Raabe erklärt.

Am Stand des Polizeireviers WittenbergDie Schmidts sind eine von 38 Familien, die sich an dem erstmals ausgetragenen Wettbewerb "Labrun sucht die Superfamilie" beteiligen. Im Laufe des Nachmittags konnten 15 Stationen angesteuert werden, an denen es jeweils bis zu fünf Punkte gab. Das angestrebte Ziel aller Starter waren also 75 Zähler. Allerdings, als Selbstläufer erwies sich das nicht. Zudem hatten einige Standbetreuer ein glückliches Händchen in der Auswahl der Aufgaben bewiesen, so dass sowohl Kinder als auch Eltern gefordert waren. So am Stand der evangelischen Kirche, hier war die vom CVJM-Landesverband zur Verfügung gestellte sechs Meter hohe Kletterwand zu erklimmen, sowohl von einem Kind der Familie als auch von einem Erwachsenen. Erst dann gab es die fünf Zähler. Aber nicht alle Großen trauten sich, wie Ekkehard Bechler, Referent für Jugendarbeit im Kirchenkreis, verriet. Vor allem bei den Jüngeren zählte die Kletterwand zu den Attraktionen. Von der Eröffnung des Familientages bis zum Abend herrschte hier ständig Betrieb.

Familie Schmidt am Stand der DRK-Kindertagesstätte Prettin.Familie Schmidt, übrigens mit Verstärkung aus der Verwandtschaft unterwegs, hatte derweil bei den Anglern vom Prettiner Verein "Lachs" zwei Punkte bekommen. Denn der Casting-Sport (Zielwerfen eines an der Angelschnur befestigten Gewichts) ist so einfach nicht. Doch Yannis hatte Glück und traf das gelbe Feld, das die zwei Zähler einbrachte. Geduld war bei den Mitarbeitern der Prettiner DRK-Kindertagesstätte "Haus der kleinen Knirpse" erforderlich. Schmidts hatten sich hier für das Spiel "Regenbogeninsel" entschieden. Ein Schatz war zu ergattern, für diesen Zweck mussten Brücken errichtet werden, doch bei diesem Würfelspiel sorgte das Wellensymbol dafür, dass Bauwerke einstürzten. Es seien extra Spiele ausgewählt worden, "die nicht jeder zu Hause hat", sagte Tagesstättenleiterin Steffi Kühne. Ins Grübeln kamen Schmidts anschließend bei den "Heidecker Frauen", nicht wegen des Sackhüpfens oder wegen der geforderten Treffer beim Dartsspiel, sondern beim Ausfüllen des Fragebogens. Die Wissenstest-Palette reichte vom Datum des Mauerbaus (13. August 1961) bis zur Anzahl der Beine einer Spinne (acht). Aber in der Gemeinschaft wurden die richtigen Antworten gefunden. Fantasie war gefragt bei der Baumschule "An der Elbe". Holzformen sollten richtig zugeordnet werden (Steinpilz, Birne und Apfel). Einige Punkte auf der Strecke blieben bei der Volksbank "Elsterland". Hier gab es erst fünf Zähler, wenn an der Torwand zwei Treffer erzielt wurden, ein ferngesteuertes Auto eine Strecke absolviert hatte und halbwegs richtig geschätzt wurde, wie viel Geld in einem Sparschwein steckt. Die Schmidts hatten viel Freude an ihrer Tour. "Es ist doch super, dass etwas für Familien veranstaltet wird", sagte Christiane Schmidt, "und wir gemeinsam Spaß haben können." Aufgrund von Arbeit und anderen Verpflichtungen fehle dazu manchmal die Zeit.

Den Wettbewerb "Labrun sucht die Superfamilie" haben die Zaydlers aus Prettin gewonnen, mit 64 Punkten. Sie freuten sich riesig über einen Gutschein fürs Erlebnisbad "Wonnemar" in Bad Liebenwerda und 50 Euro Taschengeld. Die Familien Schmidt, Schweinitz, und Freund, Prettin, nahmen die nächsten Plätze ein. Schmidts aus Labrun wurden Vierte. (MZ vom 6.9. 2010)



Zu den besonderen Attraktionen beim Familientag am 4. September gehörte die Besichtigung eines in Ortsnähe stehenden Windrads der Firma WSB aus Dresden. 


An der Rennstrecke Tempo gemessen

Es sorgt unter den Zuschauern für Heiterkeit, als die Polizeikommissare Thomas Eißner und Peter Heilemann, sie betreuten einen Stand des Reviers Wittenberg beim Familientag, ein Geschwindigkeitsmessgerät postieren. Es bekam nämlich seinen Platz an der Rennstrecke des dritten Gaudi-Seifenkistenrennens in Labrun. Angst, die innerorts zugelassene Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten, brauchte aber niemand zu haben, wurde bei den ersten Messergebnissen klar. Die meisten der lustigen Gefährte brachten es auf 18 bis 20 Stundenkilometer. Der einheimische Michael Mählig hatte etwas mehr Schwung drauf. Bei seiner rasanten Abfahrt von der Rampe, die an der Gaststätte "Zur Erholung" stand, wurden 22 Stundenkilometer registriert.

Kontrolle an der RennstreckeMichael Mählig war einer von vier Erwachsenen, die sich dem Vergleich stellten. Dabei kam es nicht allein darauf an, möglichst weit zu rollen. Zusatzpunkte konnte einheimsen, wer seine rollende Kiste originell gestaltet hatte. Michael Mählig war passend zur Sage vom Labruner Frosch mit einem Frosch-Mobil angetreten. Maik Mühl aus Jessen zischte mit einem "Höllen-Express" über den Asphalt. Als Teufel verkleidet saß der Pilot am Steuer und zudem stieg aus dem Gefährt auch noch roter Rauch auf. Der Schlosser hat Spaß am Basteln, bekundete er. Darum können die Fahrzeuge aus seiner Werkstatt mehr als nur rollen. Auchfür die Seifenkiste von seinem Sohn Marcus hatte er sich allerhand einfallen lassen. Mit blinkenden Leuchten, Musik und einer Flitter-Fontäne fuhr er zudem noch sehr weit. 155,10 Meter wurden im ersten Durchgang gemessen, im zweiten waren es noch über 13 Meter mehr. Bei diesen Weiten und der Originalität des Gefährtskonnte sich Marcus Mühl im Feld der elf jungen Starter über den ersten Preis freuen. Rang zwei nahm Niklas Beck ein. Er musste als Erster von der Rampe rollen. Ein Problem hatte er damit nicht. "Da muss ich wenigstens nicht so lange warten." Zudem zeigte er den Organisatoren, dass sie sich in ihrer Weitenprognose verschätzt hatten. Denn er fuhr an dem postierten Straßen-Sperrschild vorbei auf zunächst 136,50 Meter und beim zweiten Versuch gar auf 166,20 Meter. Sein Vater Nico Beck gewann übrigens die Erwachsenen-Konkurrenz vor Maik Mühl und Michael Mählig. Bei den Jüngeren wurde Lennart Wystrach Dritter. Eine der zur Seifenkiste umgebauten Badewannen steuerte Corin Flecks. Sein Opa habe das Behältnis mit Rädern, Steuer und Auspuff versehen, berichtete er. Früher, so meinte der Schüler, sei er in dem Gefäß gebadet worden.


Publikum muss Plätze wechseln

Max und Moritz sorgen auch in Labrun für Schabernack.Die Theateraufführung wird mit Sicherheit in die Labruner Ortsgeschichte eingehen. Zum einen, weil sich die Darsteller große Mühe gaben und das Publikum seinen Spaß an der Inszenierung der berühmten Streiche des von Wilhelm Busch erdachten Duos "Max und Moritz" hatte. Zum anderen, weil es mitten im Spiel einen Umbau geben musste, der so nicht eingeplant war.Die Schuld daran trug ein plötzlicher Regenguss, der am späten Sonnabendnachmittag über der Elbaue niederging und das Publikum, das vorm Zelt im Freien saß, nass werden ließ. Darum fiel die Entscheidung, Bühne und Zuschauersaal "zu drehen". Das Publikum wurde aufgefordert, mit den Bänken unters schützende Dach zu kommen. Auf dem flachen Holzpodest, das sich am Rande des Zeltes befand, brauchte die Dekoration nur gedreht zu werden, so dass nach einigen Minuten das lustige Spiel fortgesetzt werden konnte. Astrid Mählig, die mit Labruner Kindern und Jugendlichen das Theaterstück einstudiert hatte, freute sich, dass auch diese Schwierigkeit gemeistert wurde. "Max und Moritz" hatte sie für den Familientag ausgewählt, da die Streiche der Buben ihrer Meinung nach besser in diese Jahreszeit passen als einige von Grimms Märchen. Weitere Aufführungen sind gut denkbar, äußerte sie. "DieLabruner warten darauf." Und so lange es den jungen Schauspielern Spaß bereitet, wird noch so manches Märchenspiel auf einer der Bühnen zu erleben sein.



Das THW Wittenberg demonstrierte in Labrun, wie Meschenrettung unter einem Lkw erfolgt. Dafür genutzt wurde ein Auto der Freiwilligen Feuerwehr Prettin.


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Blick auf die historisch bedeutsame Labruner Kirche.


Blick auf die Labruner Kirche