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Nach der Origami-Ausstellung am Donnerstagabend war der Heimatabend am Freitag der nächste Höhepunkt. Allen Mitwirkenden wurde für ihr Engagement recht herzlich gedankt.

Mit flotten Seifenkisten und einer grünen Sagengestalt

Diesmal hat die Straße ausgereicht. Keiner der zehn Teilnehmer an dem zweiten Gaudi-Seifenkistenrennen in Labrun verschwand in weiter Ferne. Womöglich, so wurde in den Zuschauerreihen gemutmaßt, lag das an dem Wind, der den Startern diesmal etwas ins Gesicht blies. Oder waren es vielleicht die Räder? Hat das Profil einen Einfluss? Doch die Antworten auf diese Fragen waren zweitrangig. Die Besucher hatten aus Anlass der 850-Jahr-Feier in dem Ort ihren Spaß und die Organisatoren freuten sich, dass alles reibungslos über die Bühne ging.

Wie perfekt die Veranstaltung ablief, wird daran deutlich, dass nach lediglich 45 Minuten die beiden Läufe der zehn Seifenkisten bereits Geschichte waren und der Weitensieger feststand. Niklas Beck aus Prettin hatte bereits im ersten Durchgang mit seinem kleinen Planwagen eine Strecke von 129,70 Metern zurückgelegt. Im zweiten Versuch ging es nicht ganz so weit über den Asphalt, aber 104 Meter waren es auch noch. Da konnte kein anderer im Starterfeld mithalten. Den zweiten Rang belegte der Jugendklub Labrun vor Markus Mühl aus Jessen. Er bekam auch den Preis für das kreativste Gefährt.

Während der Wettkampf rasch über die Bühne ging, war in das Vorbereiten mit dem Erstellen einer extra Rampe für den Wettkampf viel Zeit investiert worden. Besonderen Einsatz zeigten dabei Michael Mählig, Klaus-Dieter Jäntsch, Marko Ziehe, Manfred Schmidt und Wilfried Demele.

Vier Tage lang feierten die Labruner das Ortsjubiläum. Die Palette der Veranstaltungen reichte dabei von der Eröffnung der Origami-Ausstellung bis zum sehr gut besuchten Ringreiten, dem ersten nach 50 Jahren, mit 17 Teilnehmern, von denen Christin Hanisch aus Zahna und Harry Dähnert aus Labrun die ersten beiden Plätze einnahmen.

Freitag gab es den Heimatabend, in dem der Frosch, der den Ort aufgrund einer Sage weithin bekannt machte, auf verschiedene Weise seinen Auftritt hatte. So erklang ein Frosch-Kanon von den Landlache-Lerchen, einem Chor von Labrunerinnen und Labrunern, die sich extra zu diesem Anlass zusammengefunden hatten. Vom Publikum besonders anerkannt wurde das Schattenspiel "Die Sage vom Frosch". In Anlehnung an ein Theaterstück, das der Lehrer Groschwald aus Groß Naundorf einst schrieb, wurde es aufgeführt. "Wer sind die Labruner", auch darüber machte sich der Frosch (in dem Kostüm steckte der Vorsitzende des Fördervereins "Rettet Sankt Peter & Paul" Jörg Lehmann) so seine Gedanken. Kleine Prinzessinnen und etwas größere, die den Hip-Hop mögen, Rad-Akrobatik und Ausschnitte aus einer mehr als 20 Jahre alten Rundfunksendung über Labrun waren ebenfalls im Programm enthalten. Angela Demele hatte sich eine Labruner Jubiläumsballade ausgedacht, in der so mancher Einwohner vorkam und die vom Chor vorgetragen wurde.

Alles lief bestens, das Interesse war groß. So groß, dass Bürgermeister Egon Gawallek vor Programmbeginn überlegt hatte, ob nicht doch ins Festzelt umgezogen werden sollte. Aber im Saal war schon alles aufgebaut, so dass dies kurzfristig nicht zu realisieren war. So wurde halt zusammengerückt. Das galt im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Egon Gawallek wies darauf hin, dass Labrun "in nächster Zeit eingemeindet" wird. "Ich möchte gerade heute keine Weltuntergangsstimmung verbreiten, sondern uns Mut und Zuversicht wünschen. Gemeinsam haben wir die Vergangenheit gut bewältigt, so werden wir auch die Zukunft in unserer kleinen Gemeinde gestalten können." Er hoffe sehr, dass sich weiterhin Einwohner finden, die in ehrenamtlicher Tätigkeit die Geschicke im Dorf in ihre Hände nehmen.

Dass da Optimismus berechtigt ist, hat die 850-Jahr-Feier, in die viel Kraft investiert wurde, anschaulich bewiesen. (MZ vom 24. Juni)


Zu den Attraktionen am 20. Juni gehörte das 2. Labruner Gaudi-Seifenkistenrennen. Gewonnen wurde es von Niklas Beck aus Prettin. Zehn Starter absolvierten zwei Durchgänge.




Großes Interesse fand die von Rudolf Schadewitz gestaltete Ausstellung zu 850 Jahren Labrun.  Sie enthielt viele Dokumente und Fotografien.